Der Beste Streaming PC für Twitch,Youtube und Mixer

Streaming ist heutzutage nicht mehr wegzudenken und für viele Zuschauer zum Alltag geworden. Lieber guckt man sich beim Abendbrot an wie Monte ein paar Headshots verteilt, als sich den Einheitsbrei von RTL 2 und Co. anzuschauen. Viele lieben die direkte Interaktion mit dem Streamer sowie das Gefühl mit Gleichgesinnten Zeit  zu verbringen (wenn auch nur aus der Ferne). Selbst zu bestimmen, was man schaut ist spätestens seit Netflix Pflicht.

Manchmal muss man Prioritäten setzen.

Für viele Zuschauer ist die Streamqualität sehr wichtig geworden, denn schon lange werden die Streams nicht einfach nur als kleines Fenster auf dem zweiten Bildschirm mit konsumiert, sondern teilweise schön auf den 60 Zoll Fernseher gebeamt. Einen 480p Pixelhaufen möchte sich heutzutage niemand mehr antun. In unserem Guide wirst du erfahren, wie du dir deinen perfekten Streaming PC zusammenbauen kannst. Falls du schon erfahren in Bezug auf Capture Cards, Bitraten und co. bist, kannst du hier direkt zu unseren Hardware Empfehlungen skippen.

Dabei hilft dir meine Top 3 Checkliste für den optimalen PC zum Streamen.

1. Wie hoch muss meine Uploadgeschwindigkeit sein?

Zuerst etwas ganz wichtiges, bevor wir zur eigentlichen Hardware kommen. Je nachdem in welcher Qualität du vor hast zu streamen, muss dein Upload auch eine gewisse Bandbreite hergeben. Die Qualität ist stark von der Bitrate abhängig, in der encodiert wird. Twitch empfiehlt und erlaubt selbst eine maximale Bitrate von 3500kbps, außer man ist Twitch Partner. Dann gehen sogar bis zu 6000kbps. Aber selbst 3500kbps ist für einige Zuschauer noch zu viel und der Stream fängt an zu ruckeln, gerade wenn sie mobil unterwegs sind. Doch auch hier hat man als Twitch Partner Vorteile und die Zuschauer können auf niedrigere Qualitätsformate schalten.

3000kbps hat sich als gute Bitrate etabliert, welche sich auch gut für 1280*720@60fps bzw. 1980*1080@30fps eignet, ohne zu viel Qualität einzubüßen. Als Daumenregel für die benötigte Uploadgeschwindigkeit kann man sich folgendes merken:

Uploadgeschwindigkeit = Bitrate * 2

Also für 3000kbps Bitrate bräuchten wir circa 6000kbps Upload, also 6MBit , was heutzutage die meisten DSL Leitungen hergeben sollten. Natürlich würde es in der Theorie auch haarscharf mit etwas mehr als 3MBit funktionieren, aber dann werden zusätzliche Dinge wie Skype, Teamspeak oder sämtliche anderen Dinge die Upload benötigen nicht richtig funktionieren. Besitzt man weniger Uploadgeschwindigkeit , kann man immer noch auf 1280*720@30fps runterskalieren und durch weniger Bitrate an Uploadbandbreite einsparen. Das reicht immer noch für die meisten Games.

2. Brauche ich unbedingt eine Capture Card?

Das ist von 2 Faktoren abhängig:

  • willst du auch Konsolenspiele, wie z.B. auf PS4,XBOX oder Nintendo Switch streamen? Dann ja!
  • willst du keine Konsolenspiele streamen, aber trotzdem einen separaten PC für das reine Streamen verwenden? Dann ja!

Selbst wenn beide Punkte auf dich nicht zu treffen – eine externe Capture Card ist schon immer ein nettes Gadget , was man immer mal gebrauchen kann. Wenn man doch mal mit den Kumpels eine Retro LAN veranstaltet und etwas Super Nintendo Gameplay aufzeichnen will. Oder unterwegs ist und doch mal auf das Gaming Notebook ausweichen muss. Es kann zig Gründe geben, wo man so ein kleines Gerät doch ganz gut gebrauchen kann.

Wichtig: Eine Capture Card ersetzt nie das Transkodieren und entlastet eure CPU nicht! Sie ist nur dafür da verschiedene Videosignale aufzuzeichnen („to capture“).

3. Ein PC für alles oder 2 PC Streaming Setup?

Das hängt von deiner persönlichen Präferenz ab. Generell erzielt das Streamen mit 2 PCs immer die bestmögliche Qualität und die besten Framerates, weil das Transkodieren auf den zweiten PC ausgelagert wird und den eigentlichen PC auf dem gespielt wird, entlastet. Soll beides auf dem selben PC passieren, benötigt man schon ein leistungsstarkes System damit alles flüssig läuft. Dies ist natürlich immer stark vom Spiel abhängig und es gibt auch immer Ausnahmen. Ein PUBG fordert zum Beispiel besonders viel CPU. Zwar gibt es mit NVENC von Nvidia die Möglichkeit direkt auf der Hardware (Grafikkarte) mit zu encoden, aber die meisten Streamer sind sich einig, dass die Qualität nicht so gut ist, wie die eines von der CPU transkodierten x264 Streams.

Preislich nehmen sich die beiden Konstellationen aber gar nicht so viel, wie ich unten aufzeigen werde, denn den Streaming PC kann man dafür schön schlank und schick halten.

Vorteile vom 2 PC Setup – 1 PC für Streamen und 1 PC für Gaming

  • beste Streamqualität
  • keine FPS Einbrüche aufgrund diverser Lastspitzen (viel Bewegung im Spiel), durch die Auslagerung
  • über den Streaming PC können natürlich auch Konsolen gestreamt werden

Vorteile von 1 PC für Streamen und Gaming

  • weniger Verwaltung – nur ein System muss gebaut, aktualisiert, gewartet werden
  • nur eine Windows Lizenz
  • keine Capture Card zwingend notwendig (wenn man nur PC Spiele spielt)
  • etwas weniger Stromverbrauch, da nur 1 Gerät läuft (so groß ist der Unterschied aber nicht wirklich)

Für welche Variante du dich auch entscheiden magst, mit meinen Hardware Empfehlungen bist du preisleistungstechnisch auf der sicheren Seite. Natürlich könnte ich dir einfach die teuerste Hardware empfehlen, aber ich bin selbst ein Freund von „Price-Performance-Builds“ , sprich Komponenten, die sehr gute Leistung zu wirklich guten Preisen bringen. Du wirst überrascht sein, wie günstig ein reiner Streaming PC sein kann.

Anmerkung: Wenn du über meine Amazon Links etwas kaufst, bekomme ich etwas Provision ohne dass du mehr bezahlen musst. Ich empfehle aber nur Produkte, die ich selbst bereits besitze und getestet habe oder selbst kaufen würde.

1. Hardwareempfehlungen für das beste Dual PC Streaming Setup

Mini Streaming PC für unter 600 Euro selbst zusammen bauen

Für den ersten Fall gehen wir davon aus, dass du bereits einen Gaming PC besitzt. Daher geht es in diesem Abschnitt nur um den reinen Streaming PC – genauergesagt einem Mini Streaming PC 😉

Unser Fokus beim Mini Streaming PC liegt auf dem Formfaktor und ausreichender CPU Leistung. Unser Vorteil ist, dass wir keine dedizierte Grafikkarte benötigen und somit Platz, Strom und Geld sparen können. Natürlich brauchen wir dann eine CPU mit integrierter Grafik.

CPU: Ryzen 2400G

Als CPU hab ich für mich persönlich den Ryzen 5 2400G als preisleistungstechnisch unschlagbar identifiziert. Dieser Prozessor ist eine APU (Accelerated Processing Unit) und bietet genügend Power für Encoding, Rendering und Co. Das Geniale an dem Teil ist, dass die OnBoard Grafik eine der stärksten auf dem Markt ist. In dem Video seht ihr, dass der kleine sogar noch Assassin’s Creed Odyssey flüssig darstellen kann. Also falls doch mal ein Rechner auf der LAN fehlt, könnt ihr das kleine Streaming Biest ruhig mal zum Zocken missbrauchen 🙂

Hier noch ein paar H264 Encoding Benchmarks von: andandtech.com

Wie ihr sehen könnt, spielt der 2400G mit seinen 4 Kernen und 8 Threads da ganz vorn mit, bei geringem Stromverbrauch und sehr gutem Preis. Somit können wir ihm locker unser Game Footage füttern 🙂

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Kühler: Noctua NH-L9a-AM4 Low Profile

Für die perfekte Kühlung sorgt der Low Profile Kühler von Noctua (Noctua NH-L9a-AM4) der selbst in den kleinsten Gehäusen Platz findet. Selbst bei übertakteten Prozessoren bietet dieser noch genügend Kühlleistung.

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Mainboard: ASRock AB350 Mini ITX

Ein Mini ITX Mainboard sorgt für das kompakte Format. So lange ihr nicht übertakten wollt, reicht ein Mainboard mit AM4 Socket und dem B350 Chipsatz, wie ihn z.B. das AS Rock AB350 hat. Dieses sorgt für solide Performance bei gutem Preis-Leistungsverhältnis.

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Wenn ihr doch vor habt, den Ryzen zu übertakten und die letzten Prozente an Performance rauszukitzeln, kann ich das Asus Mainboard mit X370 Chipsatz aus der Strix Serie empfehlen.

Festplatte: Samsung 860 EVO 256GB SSD

Natürlich benötigt unser kleines Biest eine flotte Festplatte. Auch hier suchen wir uns wieder ein schickes Price/Performance Produkt aus. Die Samsung 860 EVO ist hier einfach wieder unschlagbar.

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RAM: Corsair Low Profile Series

Beim RAM ist wieder entscheidend ob wir mit dem kleinen Wunderkasten doch einige Games spielen wollen oder nicht. Denn bei einer APU wirkt sich die RAM Geschwindigkeit auf die Framerate aus, da diese den System RAM mitbenutzt und nicht wie bei einer Grafikkarte auf dedizierten Video RAM zurückgreift. Hier nochmal ein kleines Benchmark Video, welchen den Unterschied zwischen den Taktraten demonstriert.

TL;DR : Zwischen 2133 MHz und 3200 MHz liegen bis zu 50% Unterschied in den FPS.

Jedoch liegen diese beiden Taktraten in puncto Preis inzwischen keine 50% mehr auseinander 😉 Daher würde man hier wahrscheinlich am falschen Ende sparen. Alles über 3200 MHz empfinde ich aber persönlich als Overkill. Für was ihr euch auch entscheidet , ich persönlich habe mit den schicken Corsair Low Profile RAM Riegeln gute Erfahrungen gemacht. Diese eignen sich auch perfekt für unseren kleinen Form Faktor.

Gehäuse: SilverStone SST-SG05W-Lite

SilverStone ist ein Big Player auf dem Gehäusemarkt und produziert schon seit Jahren qualitativ hochwertige und stabile Komponenten. Dieses Mini ITX Gehäuse ist eine persönliche Empfehlung von mir, aber ihr könnt natürlich jedes andere beliebige Mini ITX Gehäuse verwenden. Aufgrund unserer sehr kleinen Komponenten könntet ihr sogar noch schmalere Gehäuse verwenden, wie z.B. das Fractal Node 202 Black.

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Netzteil: Corsair SF450

Dadurch, dass wir auf eine fette Grafikkarte verzichten, sind 450W für das Netzteil völlig ausreichend. Ihr merkt schon, dass ich Corsair Fan bin 😉 Aber bei dem Corsair SF450 punkten auf jeden Fall die volle Modularität, die perfektes Kabelmanagement ermöglicht (was ihr auf jeden Fall braucht, wenn ihr ein sehr kleines Gehäuse gewählt habt). Des Weiteren arbeitet das Netzteil sehr kühl und leise. Als besonderes Bonbon hat die Effizienz der PSU auch ein GOLD Rating bekommen. Auf mehrere Jahre gesehen spart ihr damit nochmal einiges an Stromkosten ein. Im Durchschnitt sind das circa 15€ pro Jahr im Vergleich zu einem Bronze Netzteil. Klingt nicht viel, aber setzt das doch mal in Relation zum Kaufpreis, und wie viel Geld euch ein Bronze Netzteil auf 5 Jahre gesehen mehr kosten würde 😉 Auch hier gilt: Nicht am falschen Ende sparen.

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So , das wäre es auch schon mit unserem kleinen Streaming PC. Wenn dir die Auswahl der Komponenten und die kleinen Zusatzinfos zu APU, Framerates und Taktraten gefallen haben, kannst du mich ganz einfach unterstützen indem du den nächsten Amazon Kauf einfach über einen der oberen Links tätigst. (Oder dir einfach 1:1 den kleinen PC nachbaust 🙂 ).

Extras

Betriebssystem: Windows 10 Pro
Capture Card:  Elgato Game Capture HD60 S

Falls ihr noch keine Capture Card habt, empfehle ich die portable Elgato Game Capture HD60 S. Damit sind locker 1080p@60fps drin und ihr seid auf der sicheren Seite. Es gibt natürlich auch die interne Variante , die ihr einfach wie eine Grafikkarte in einen PCI-E Slot stecken würdet, aber das schränkt uns im Gegenzug in der Wahl des Gehäuses ein und nimmt uns etwas Flexibilität. Denn einfach mal so die Karte mit nehmen, geht dann nicht mehr 😉

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Webcam: ?

Hier verweise ich doch gern auf meinen ausführlicheren Webcam Test 🙂

2. Hardwareempfehlungen für das beste Single PC Streaming Setup

Folgt noch 😉

 

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